Sporthomedic

Meniskusschaden

Allgemeines


Die so genannten "Menisci" sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die im Randbereich des Gelenkes zwischen den Gelenkflächen liegen und im Knie als Puffer und Stabilisatoren dienen. Schäden in den Menisci können zum einen durch Verschleiß (chronische Überlastung), aber auch durch Unfälle oder Gelenkfehlstellungen und andere Gelenkschäden entstehen. Als häufigste Ursache von Meniskusverletzungen gelten Verdrehtraumen des Kniegelenkes (z. B. Fußball- oder Skiverletzungen). Solche müssen dann durch spezifische Untersuchungen (Ultraschall, Röntgen, Kernspintomographie) und natürlich auch durch eine klinische Untersuchung nachgewiesen werden.
Meniskusverletzungen können ihrerseits zu weiteren Gelenkschäden (z. B. Knorpelschäden/Arthrose) führen.

Behandlung


Meniskusschäden sollten zum einen zweifelsfrei diagnostiziert und anschließend sinnvoll therapiert werden. Die häufigste Behandlungsform der Meniskusverletzung stellt die Operation (Arthroskopie/Schlüssellochchirurgie) dar. Hierzu wird durch zwei kleine Schnitte eine Kamera in das Gelenk eingebracht, um anschließend die Menisci zu untersuchen. Mit Hilfe von über einen separaten Zugang eingebrachter Tasthaken werden die Menisken differenziert und gesucht und ebenfalls über den selben Zugang mittels kleinerer Zangen entweder entfernt oder womöglich mit Hilfe von Nahttechniken auch wieder genäht. Somit kann der Meniskus als Ganzes erhalten werden. Wo die komplette Entfernung eines Meniskus notwendig geworden ist besteht heute die Möglichkeit eines Meniskusersatzes mittels eines Kollagenvlieses oder durch Transplantat von Spendern. Allerdings sind leider die bisher durchgeführten Studien nicht so ermutigend, dass hier von einem definitiven Verfahren ausgegangen werden kann. Außerdem werden die Kosten für Meniskustransplantationen bisher nicht von den gesetzlichen/privaten Krankenkassen übernommen.

Nachbehandlung


Nach einer unkomplizierten Meniskusoperation sollte der Patient zunächst für 2-3 Tage die betreffende Extremität an Unterarmgehstützen entlasten. Anschließend kommt es unter physiotherapeutischen (krankengymnastischer) Betreuung zur zunehmenden Vollbelastung des Kniegelenkes.
Ca. 14 Tage nach der Operation ist der Patient für leichte berufliche Tätigkeiten (überwiegend sitzend) voll belastungsfähig, körperlich anstrengende Tätigkeiten können nach ca. 3-4 Wochen wieder aufgenommen werden. Sportliche Betätigungen wie Radfahren und Laufen sind bereits nach 3-4 Wochen wieder möglich. Stop-and-Go-Sportarten (Fußball,Tennis, Badminton) können nach 6-8 Wochen wieder aufgenommen werden.

Komplikationen


Jede operative Intervention ist mit Risiken verbunden. Dazu zählen neben der Thrombose die Embolie, Wundheilungsstörungen und Gelenkinfektionen. Die in unserer Praxis dokumentierte Komplikationsrate liegt unter 1%. Bitte Fragen sie vor einer geplanten Operation gezielt nach den damit verbundenen Komplikationsmöglichkeiten.
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