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Ruptur des vorderen Kreuzbandes - welches Implantat?

Einer der häufigsten Verletzungen des Kniegelenks ist der Riss des vorderen Kreuzbandes. Stop-and-Go-Sportarten wie Fußball, Handball oder Basketball sind neben dem alpinen Skifahren die häufigsten Ursachen. In zahlreichen Studien wurde über viele Jahre über die bestmögliche Versorgung einer Kreuzbandverletzung gestritten. Therapiekonzepte (operativ wie konservativ) waren in stetigem Wandel.
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist eine anatomisch korrekte Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes, vor allem bei sportlich ambitionierten Patienten, erforderlich. Ältere Kreuzbandnaht- oder Refixationsverfahren werden heutzutage nicht mehr durchgeführt.

Als Transplantat für eine Kreuzbandrekonstruktion eignen sich die Quadriceps-, Semitendinosus-, Gracilis- und Patellasehne. Besonderes der Patellasehnenersatz war in den Anfängen aufgrund einer einfacheren operativen Technik Mittel der Wahl.

Allein in den USA werden jährlich über 100.000 Kreuzbandrekonstruktionen durchgeführt. Die Verwendung des Implantates, das technische Vorgehen bei Anlage der Bohrkanäle und die Fixationstechnik sind permanent Gegenstand von Studien und Kongressen.

In einer kürzlich veröffentlichten Studie der ATOS Kliniken in Heidelberg wurden die in Deutschland derzeit am häufigsten verwendeten Implantate (Patellasehne und Semitendinosus/Gracilissehne, auch Hamstrings genannt, in Pressfit-Technik) miteinander verglichen.

Die klinische Untersuchung zeigte keinen Unterschied hinsichtlich Stabilität und Bewegungsausmaß. Bei der subjektiven Einschätzung der Patienten in punkto Schwellung, Schmerzen und Blockadegefühl des operierten Knies zeigte dagegen die Verwendung der Semitendinosus/Gracilis-Sehne Vorteile. Die funktionellen Test (Einbeinsprünge der operierten Seite zur gesunden Seite, kneeling und knee-walking) zeigten ebenfalls signifikante Vorteile in der Hamstring-Gruppe. Ein weiterer hochsignifikanter Vorteil der Hamstring-Gruppe fand sich bei der Beurteilung des Knorpelstatus (via Kontroll-MRT). In der Patellasehnen-Gruppe zeigte sich bei 23,8% der Patienten eine Verschlechterung des Knorpelschadens im Vergleich zum prä-operativen Befund.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass beide Verfahren gute Ergebnisse produzieren und die Patientenzufriedenheit sehr hoch ist. Die Vorteile der Verwendung von Hamstring-Implantaten konnte eindrucksvoll dargestellt werden.

SPORTHOMEDIC ist in der Lage, Ihnen beide Operationsverfahren anzubieten bzw. Sie ausführlich zu beraten. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.

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