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Rekonstruktion des medialen patellofemoralen Ligamentes (MPFL)

Bild zur Neuigkeit "Rekonstruktion des medialen patellofemoralen Ligamentes (MPFL)" Anatomische und biomechanische Studien haben die herausragende Bedeutung des patellofemoralen Ligamentes (MPFL) als wichtiger Stabilisator der Kniescheibe belegt. Bei rezidivierenden Kniescheibenluxationen nach außen hat sich die operative Rekonstruktion des MPFL mittlerweile durchgesetzt, wenn konservative Maßnahmen erfolglos bleiben.
Das mediale patellofemorale Ligament ist ein kräftiger Sehnenzügel mittig der Kniescheibe gelegen, der bis an die Oberschenkelrolle (Femurkondyle) zieht. Die Hauptfunktion ist die Fixation der Kniescheibe (Patella) bei Beugung, um somit ein Auskugeln (Luxieren) zur Seite zu verhindern. Weitere luxationsbegünstigende Faktoren sind Bandlaxität, Schwäche der Oberschenkelmuskulatur, Kniescheibenhochstand und meist angeborene Fehlformen des Patellagleitlagers.
Nach nahezu allen seitlichen Kniescheibenluxationen wird das MPFL geschädigt.
Diagnoseerstellung

Eine gründliche klinische Untersuchung in Kombination mit einer Röntgenaufnahme und ggf. MRT führt meist zur Diagnose einer MPFL-Schädigung. Klinisch auffällig ist die Tendenz der Kniescheibe, nach außen zu luxieren. Der sogenannte „Apprehension-Test“ (Angst des Patienten vor seitlicher Luxation bei Beugung) ist häufig positiv. Eine MRT-Diagnostik dient zur präoperativen Diagnostik möglicher Knorpelschäden im Bereich der Patellarückfläche, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Vorgehen bei MPFL-Laxität

Im Falle einer akuten Patellaluxation ohne Anhalt für einen Knorpelschaden werden zunächst konservativ mit physiotherapeutischen Maßnahmen behandelt. Hierbei ist insbesondere ein intensives Training des Musculus vastus medialis (mittlerer Anteil der Oberschenkelmuskulatur) und ein koordinatives Training erforderlich. Eine Bandage zur passageren Stabilisation sowie vorübergehende Entlastung an Unterarmgehstöcken sind in den ersten Wochen sinnvoll. Hierbei läßt sich eine Erfolgsquote von bis zu 85% erzielen.
Operation bei MPFL-Laxität

Ziel der operativen Rekonstruktion ist eine Weichteilstabilisierung des MPFL, um weitere Luxationen der Patella zu vermeiden. In der Frühphase eines zerrissenen MPFL kann eine offene Naht versucht werden. Die Erfolgsquote liegt hier bei etwa 70-85%. Die Rekonstruktion wird durch das Einziehen einer körpereigenen Sehne (meist Oberschenkelbeugesehne) durch Bohrkanäle in der Patella durchgeführt. Die Fixierung erfolgt durch resorbierbare Schrauben am Oberschenkelknochen.
Ergebnisse der MPFL-Rekonstruktion

Generell läßt sich mit der MPFL-Rekonstruktion eine gute Stabilität der Kniescheibe erreichen. Die Re-Luxationsrate ist mit ca. 4% im Vergleich zur konservativen Therapie oder anderen Operationen sehr gering.
SPORTHOMEDIC führt bereits seit über 2 Jahren MPFL-Rekonstruktionen erfolgreich durch und steht Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung.
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